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Heimatpost Ausgabe 1967

Heimatpost Ausgabe 1974

50 Jahre - Handball in Niederseßmar aus dem Jahre 1975

100 Jahre Tunverein Niederseßmar aus dem Jahre 1991

TV Niederseßmar in "75 Jahre Handball in Oberberg" aus dem Jahre 1998

Die Anfänge

Irgendwann anno 1891, der genaue Tag ist nicht verbrieft, begann alles an einem Sonntagmorgen in der Wirtschaft "Küch am Dreieck".

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Der damalige Wirt Bernhard Cordt gab dem Ansinnen der Versammelten, den Saal des Gasthauses für Turnübungen nutzen zu dürfen, grünes Licht.
Also gründete sich der Turnverein Niederseßmar, zum Schriftführer gewählt wurde der damals 16 Lenze zählende Mitgründer Karl Schneppel.
Die Versammlung bestellte eine Turngerätegrundausstattung (Reck, Barren und Hanteln), die in Raten abgestottert werden konnte.
Schneppel ;" Die damals übliche Reckstange war eine Eisenstange, die mit einem dünnen glatten Holzfurnier umgeben war. Die drei Hanteln zu 35, 50 und 75 Pfund gehörten dem Verein, während die 100 Pfund-Hantel Eigentum des Bäckermeisters Ernst Bockemühl war.

 

handball+unbekannt

Im Gründungsjahr zählte der TVN bereits 61 aktive, sowie 48 inaktive Mitglieder. Die Mitgliederzahl blieb über die Jahrehundertwende ziemlich stabil. stieg aber dann 1908 auf 84, 1909 sogar 91 aktive Turner an. Mitglied beim TVN zu werden, war in den Frühjahren des Vereins etwas schwieriger als heutzutage. Es entschied das so genannte Verfahren der "Ballotage" - eine geheime Abstimmung des Vorstandes mit schwarzen und weißen Kugeln, die je nach Pro oder Contra in einen Kasten geworfen wurden. Im Sportverein am Dreieck pflegte man statt Kugeln dicke Bohnen zu nehmen.

handball+frueh


Vom Angeln, Stabspringen und Stemmen 

Turnen und Leichtathletik - das waren Ende des 19. Jahrhunderts bis hinein in die 20er und 30er Jahre noch Dinge, die heutzutage ein wenig wie Steinzeit anmuten. Die "Königs-Sprintdisziplin" waren die 200 Meter. Man lief bis zu einem bei 100 Metern in den Boden gerammten Pfahl, umkurvte diesen und dann ging's zurück zum Startpunkt. Auch die Turnbrüder des TVNs mussten - um die 10 Punkte zu erhalten - die Strecke in etwa 28 Sekunden meistern. Nicht die Kugel wurde damals gestoßen, sondern der Stein. Wer ein 11 Meter langes Seil ohne Beinunterstützung hoch hangeln konnte, war mit 10 Punkten Topp. Beim so genannten Stabspringen, Vorläufer des heutigen Stabhochsprungs, galt die Überquerung von 2,50 Meter als Spitze. Beim Stemmen bekamen es die Turnbrüder mit 37,5 Kilo Gewichten zu tun. Jeder erfolgreiche "gleicharmige" Stemmversuche brachte 1/2 Punkt aufs Konto. So lauteten die gemäß TVN-Protokollbuch vom 7. Mai 1895 aufgestellten Bedingungen für ein Wett-Turnen.

 

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Die regelmäßigen Turnabende beim TVN fanden bis Ende der 20er Jahre im Saal der Vereinsgaststätte statt. Man turnte am Reck, Barren und Pferd, im Laufe der 20er Jahre trat an die Stele des kaum geratenen "klassischen Recks" ein Neues, welches eine eiserne Stange hatte. Das Pferd hatte zeitweise nur 3 Füße. Simpler Grund: nachdem es an einen anderen Verein verliehen war, kam es irgendwann ohne Fuß zurück.

 

Verdammt+lang+her+...

Turnen war aber auch beim TVN neben der Körperertüchtigung vom allem Geselligkeit. Gemeinsame Wettkämpfe im Rahmen von Jugend - und Gauturnfeste waren stets auch "familiäre Reiseveranstaltungen", die Wanderungen des Turnvereins an Himmelfahrt ab 1926 gerieten zu wahren Zugnummern. 

 

Himmelfahrtsausflug+1927-1930

 

Himmelfahrtsausflug+II+1927-1930

 

Himmelfahrtsausflug+III+1926-1930

 

Erste Mannschaft 1969

1. Mannschaft 1969

M. Rüppel, G. Debus, H. Barzcak, "Charly Krämer", H. Binner, D. Mende
W. Schrauth, A. Richter, G.Adolphs, W. Schneider, B. Bühne 

Erste_Mannschaft_2007

Die 1. Mannschaft im Jahr 2007

Trainer Bernd Freitag, Daniel Rodriguez, Jorgo Stavrou, Stefan Dirlenbach, Andreas Becker, Dennis Bauer, Horst Vorbach
Tobias Hufe, David Rodriguez, Martin Bauer, Martin Szepat, Christian Sauerborn, Andreas Jäger, Marc Bubenzer